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Chronik

ab Ostern 1901

Gesandt von der Hofkirchengemeinde sucht der Lehrer Paul Kammler katholische Familien auf in den Dörfern Leubnitz, Reick, Gostritz, Goppeln, Kaitz, Prohlis,Nickern, Kauscha, Rippien, Nöthnitz, Bannewitz und Welschhufe, Hänichen, Wilmsdorf bis Possendorf (insgesamt 15 Dörfer im Südosten von Dresden), um Kinder für einen zu errichtenden katholischen Religionsunterricht zu gewinnen.

22. Juni 1901

Erster Religionsunterricht in Strehlen für 24 Kinder aus Leubnitz und den umliegenden Dörfern, erteilt durch Herrn Kammler

19. Juni 1902

Zweite Gründung des Religionsunterrichtes in Bannewitz

18. Juni 1904

Genehmigung eines Schulzimmers für Religionsunterricht in der 23. Bezirksschule auf der Mockritzer Straße

Ostern 1905

Gesuch des Herrn Kammler an das Pfarramt der Katholischen Hofkirche für Gottesdienst in der Turnhalle Mockritzer Str., jedoch wegen Priestermangel ohne Erfolg

13. Dezember 1908

Versammlung von 12 katholischen Männern im Ratsgarten in Altstrehlen: Gründung des "Katholischen Vereins für Dresden-Strehlen und die südöstlichen Vororte von Dresden" Vereinszeichen wird das Motiv "Ruine des Klosters Altzella", Beginn monatlicher Versammlungen Gründung von drei Büchereien: Kaplan Werner von der Hofkirche wird geistlicher Berater und Herr Kammler wird zum Vorsitzenden gewählt

Mai 1909

Gesuch an Bischof Dr. Schaefer um monatlichen Gottesdienst ab Oktober

17. Oktober 1909

Erster Gottesdienst in der Turnhalle Mockritzer Straße, gehalten von Kaplan Werner Weiterhin einmal monatlich Gottesdienst Gründung eines Kirchbauvereines

1910

Einstellung der öffentlichen Sammlungen für einen Kirchbau

16. Januar 1911

Gründung des Kirchenchores "Cäcilia"

Juli 1912-1917

Kaplan Rösler für Strehlen tätig

01. Juli 1912

Besuch dreier Vereinsmitglieder bei Kronprinz Georg in der königlichen Villa in Strehlen mit der Bitte um Unterstützung der neuen Gemeinde

ab Weihnachten 1912

zusätzlich 3 Gottesdienste zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten, jeweils am ersten Feiertag

1917-1922

Kaplan Sprentzel von der Hofkirche für Strehlen tätig

25. Juni 1921

Neugründung des Bistums Meißen mit Sitz in Bautzen durch Bischof Dr. Schreiber

18. Juni 1922

Gemeindeversammlung in Strehlen mit Bischof Dr. Schreiber. Dieser sieht die Not Strehlens. Aufschwung für den gegründeten Kirchbauverein Der Bischof äußert: "Ich will Strehlen ausbauen!"

03. Dezember 1922

Strehlen wird eigener Pfarrsprengel mit eigenem Pfarrer

 

Pfarrer Seidler von der Hofkirche führt Pater Fromm in sein Amt ein

10. Dezember 1922

Gemeindeversammlung, Pater Fromm stellt sich vor

14. März 1923

Pfarrer erhält das erste amtliche Schreiben des Ordinariats von Bautzen auf Anforderung der Gemeinde zur Errichtung des vorgeschriebenen Postscheckkontos mit folgendem Inhalt: "Hierdurch bescheinigen wir, daß in Dresden-Strehlen ein katholisches Seelsorgsamt errichtet worden ist. Der Verwalter desselben ist gegenwärtig Herr Pfarrer Dr. Fromm in Dresden, Eisenstuckstr. 27." Bautzen, den 14. März 1923 Das Bischöfliche Ordinariat i.V. gez. Skala

23. März 1923

Schreiben vom Bischof über Gründung des neuen Strehlener Pfarrsprengels

23. Juli 1923

Pater Fromm verkündet die öffentliche Errichtungsurkunde der Pfarrei Dresden-Strehlen

18. März 1924

Gründung des Elisabethvereins

23. November 1924

Erste Firmung durch Bischof Dr. Schreiber und Assistenz Pater Fromm und Rektor Balco, 46 Firmlinge

21. Mai 1925

Erste Hl. Erstkommunion, 12 Kinder

August 1925

Urkunde an Pfarramt über die kanonische Errichtung des Strehlener Seelsorgbezirks Diese Errichtungsurkunde war am 24. Juli 1923 in Kraft getreten, unter anderem heißt es darin: "Nach Anhörung der Beteiligten errichte ich in Dresden-Strehlen eine selbständige Pfarrei... Die Besetzung der Pfarrei erfolgt durch den Bischof von Meißen mit Sitz in Bautzen. Die Pfarrei wird dem Archipresbytoriat Dresden zugewiesen." geg. zu St.Marienstern, den 24. Juli 1923 + Christian , Bischof von Meißen

1925

Die Nazarethschwestern, Oberin Augustina und zwei weitere Schwestern, erwerben ein Grundstück mit einem alten Bauernhaus in Goppeln. Es erfolgt ein notwendiger Umbau, der ehemalige Kuhstall wird die Kapelle. Jahre später Gründung des Altenheimes

21. September 1925

Pater Fromm wird von seinem Orden aus der Gemeinde abberufen.

25. September - 4. Oktober 1925

Erste Volksmission mit großem Erfolg In diese Zeit fallen der Weggang von Pater Fromm und der Amtsantritt des neuen Pfarrers Pater Wiegand.

1928

Die Nazarethschwestern ziehen von der Reisigerstraße in Dresden nach Goppeln um. Aufnahme eines Waisenkindes, später Erweiterung zum Kinderheim

September 1930

Pater Wiegand wird durch seinen Orden von Strehlen abberufen In dieser Zeit übergibt Bischof Schreiber die Betreuung der Gemeinde an den Jesuitenorden - Pater Hermann Christmann SJ wird Gemeindepfarrer

Anfang 1931

In der Gustav-Adolf-Str. 3 wird eine Villa gemietet, die als Pfarrhaus mit Kapelle, Gemeinderaum und Wohnung des Pfarrers dient Sonntagsmessen 3x in der Pfarrkapelle und 1x in der Turnhalle Mockritzer Straße 19, im Gasthof Knobloch in Nickern monatlich 1x, später 2x hl.Messe

1933

Gründung eines Kirchbauvereines
Wahl von "Petrus" zum Patron der Gemeinde

1930 - 1945

Bespitzelungen und Einschränkungen durch Gewaltherrschaft und Krieg Beschlagnahme von Eigentum und Unterdrückung besonders durch Jugendorganisationen

bis Ende 1938

Sonntäglicher Gottesdienst 9 Uhr in der Turnhalle Mockritzer Str. 19 2 weitere hl. Messen Sonntags im Pfarrhaus Gustav-Adolf-Str. 3 Kündigung der Turnhalle Mockritzer Str. durch das Schulamt ("Bauen sie sich selbst eine Kirche") Danach Fertigstellung der Turnhalle des St.-Benno-Gymnasiums in der Wiener Str. 33, dort alle Hauptgottesdienste

Anfang 1938

Behörden lehnen Baugenehmigung für eine neue Kirche in der Franz-Liszt- Straße/Wasastraße ab, trotz vorheriger mündlicher Einverständniserklärung

Dezember 1939

Schließung und Beschlagnahme des St.-Benno-Gymnasiums Gemeinderäume nur noch in der Gustav-Adolf-Straße 3

seit 1940

Neues Pfarrhaus und Jesuitenresidenz in der Tiergartenstraße 6, einer sehr schönen und geräumigen Villa Durch Zusammenlegung der Erdgeschoßräume Einrichtung einer ständigen Kapelle (heute Gelände des sogenannten "blauen Hauses") Pfarrer Pater Christmann, Kaplan Pater Karp, Superior Pater Borucki

13. Februar 1945

Abends Kirchenratssitzung in der Tiergartenstr. 6 21.30-22 Uhr erster Bombenangriff, geringer Schaden, Patres helfen in der Nachbarschaft 1.30 Uhr zweiter halbstündiger Angriff , totale Zerstörung des Hauses und Vernichtung von allem, auch der von P. Kammler 1943 fertiggestellten ca. 200-seitigen Gemeindechronik

14. Februar 1945

In Privatwohnungen bekommen Pater Christmann und Pater Borucki zwei Räume als Wohnung und Pfarrbüro

19. Februar 1946

P. Christmann und P. Borucki werden von Frau Pick und Tochter in ihr Haus Gustav-Adolf-Straße 10 aufgenommen Die Villa wird den Jesuiten überlassen. Ordensschwestern übernehmen die Betreuung in dem Haus, das in den folgenden Jahren das Pfarrzentrum der Strehlener Gemeinde wird. Hl. Messen in der evangelischen Kirche Leubnitz-Neuostra und im Gemeindesaal der evangelischen Christuskirche

25. Mai 1947

Einweihung einer Kapelle in der Franz-Liszt-Straße

1948 - 1951

Während der Ferien Betreuung und Speisung von Kindern (Caritasspenden)

seit 1950

Religiöse Kinderwochen (RKW genannt)

26. Juli 1954

Tod von Pater Christmann SJ

01. August 1954

Pater B. Hauptmann SJ wird Strehlener Pfarrer

30. Januar 1955

Einführung von Pater G. Bernhardt SJ als Strehlener Pfarrer

1955

Gründung der Kolpingsfamilie St. Petrus Dresden-Strehlen

1958

Wiederaufnahme von Verhandlungen zum Kirchbau
Kaplan Pater Beschorner in der Gemeinde tätig

18. Mai 1960

Grundsteinlegung für die Gemeindekirche in der Dohnaer Straße 53
Kaplan Pater König SJ
Kirchbau: Architekt Herr Körner, Altarbild Max Lachnit, später eingebaute Fenster von Herrn Teufel

25. März 1961

Kirchweihfest

02. Mai 1965

Pater F. Saft SJ wird Pfarrer der Gemeinde

Sommer 1965

Beginn regelmäßiger Ferien und Kinderwochen in Schmochtitz mit Pater Saft, Pater König u.a.

April 1966

Kaplan Pater Jordan SJ

01. April 1967

Kaplan Pater Mertz SJ

10. April 1968

Pater Lothar Kuczera SJ wird Kaplan der Gemeinde

1968

Letzte große Dresdner Fronleichnamsprozession im Großen Garten

01. Oktober 1971

Pater Ernst Förster SJ wird Kaplan der Gemeinde

1971

Bau eines Pfarrsaals im hinteren Teil des Kirchgeländes, der der Gemeinde für Versammlungen aller Art dient

06. September 1975

Pater Lothar Kuczera SJ wird Pfarrer der Gemeinde

1989 / 1990

Bau des Gemeindezentrums mit Pfarrhaus, Pfarrsaal und Aufenthaltsräumen neben der Kirche

14. Oktober 1999

Tod von Pfarrer Lothar Kuczera SJ nach schwerer Krankheit.
Die Gemeinschaft der Jesuiten gibt damit die Gemeinde ab und sendet keinen Priester mehr auf die Pfarrerstelle. Sie wird in Zukunft durch den Bischof besetzt. Bis zum 31.12.1999 ist Pfarrer Brendler von der Nachbargemeinde Kleinzschachwitz Pfarradministrator

01. Januar 2000

Herr Christoph Behrens wird Pfarrer von "St.Petrus" Dresden-Strehlen

04. August 2002

Amtseinführung von Herrn Christoph Baumgarten als  Pfarrer der Gemeinde durch den Dekan Ullmann

Mai 2005

der neu geweihte Diakon Dr.Daniel Frank wird als ständiger Diakon der Gemeinde eingesetzt

Januar 2012

zur Gemeinde gehören ca. 2600 Gläubige; im zurückliegenden Jahr wurden 26 Gemeindemitglieder getauft, 18 empfingen erstmals die Kommunion und 30 wurden durch den Bischof gefirmt; 512 Gemeindemitglieder sind zugezogen, 347 zogen weg

 

© 2011 Katholische Pfarrei St.Petrus Dohnaer Straße 53 01219 Dresden-Strehlen